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Beteiligungskonzept Nachhaltige Mierendorff-INSEL

Ergebnisse zur Struktur Beteiligungskonzept

Der erste Schritt zur Entwicklung eines Beteiligungskonzepts – Kommunikation

Ziel der Kommunikation bei bürgerschaftlicher Beteiligung ist ein effektiver Dialog zwischen Einwohner_innen, Verwaltung und Politik. Für die Zielerreichung ist es wichtig, dass im Vor-feld der Beteiligung über die Rahmenbedingungen des Kommunikationsprozesses Klarheit besteht, damit dieser optimal verlaufen kann und alle Seiten eingebunden sind.
Im Leitfaden zur Bürgerbeteiligung der Stadt Graz findet sich folgender Fragenkatalog zur Klärung der Rahmenbedingungen.
1. „Mit wem möchte ich kommunizieren?
2. Welches Ziel soll die Kommunikation haben?
3. Wie offen ist der Kommunikationsprozess?
4. Welche Mittel stehen zur Verfügung?
5. Welcher Zeitraum steht zur Verfügung?
6. Welche Verfahren sind für den Kommunikationsprozess geeignet?
7. Wer kümmert sich um die Ergebnisse
8. Jede dieser Fragen ist durch eine Vielzahl von Fragen ergänzbar“
(http://www.zukunft-vor-ort.de/.pdf S. 4, letzter Zugriff 28.6.2015)

Es ist sinnvoll und von großem Vorteil für einen erfolgreichen Dialog, wenn dieser Katalog im Vorfeld der Beteiligung abgearbeitet wird, um das zuvor definierte Ziel klar verfolgen zu können: Bürgerschaftliche Beteiligung braucht den bewussten, zielgerichteten und zweckgebundenen Einsatz von Kommunikationsmethoden.
Vorschlag: Die Ergebnisse aus den Beteiligungsverfahren sind zum großen Teil nur im bezirk-lichen Kontext zu bearbeiten. Das bedeutet, dass die Planungsbeauftragten des Bereiches Planung, Bildung, Bau und Soziales in einem gemeinsamen Gremium mit Zuständigkeit Beteiligung sich organisieren müssten.

Der zweite Schritt – Ziele? Was will der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf?

Vorschlag: Der Bezirk entscheidet sich für die Bürgerkommune und nutzt als Organisationsprinzip die sozialräumliche, ressortübergreifende Arbeit in den Quartieren. Auf dieser Grundlage können die verschiedenen Handlungsfelder ihre eigenen Beteiligungskonzepte sozial-räumlich in ihre Fachkonzepte einbinden.

Der dritte Schritt – Beteiligung in den Handlungsfeldern

1. Sozialraumorientierung
2. Jugendhilfe
3. Soziales
4. Ökonomie und Ökologie

1. Das Handlungsfeld Sozialraumorientierung

Bildung einer ressortübergreifenden Sozialraum-AG auf der Mierendorff-INSEL bestehend aus: Jugendclub Kamminer Straße, Gottfried-Keller-Gymnasium und Mierendorff-Grundschule, Jugendkunstschule, Pflegestützpunkt Heinickestraße, ASD, Jugendförderung und Stadtteilmanagement/Stadtteilkoordination.
Die stadtteilbezogene Beteiligung zielt besonders auf die Identifikationssteigerung der Einwohner*innen mit ihrem Lebens- und Wohnumfeld ab.
Vorschlag: INSEL-Foren als Beteiligungsform, z.B. regelmäßige Foren zum Verkehr, zur Markenentwicklung der Mierendorff-INSEL. Diese Foren erzeugen ein Zugehörigkeits- und Identi-fikationsgefühl der dort mitwirkenden Einwohner*innen.

Vorteilhaft dabei wäre die Bildung eines INSEL-Vorstandes aus den offenen Beteiligungsformen heraus, welcher als Sprachrohr zur Verfügung steht und die Vor-Ort-Veranstaltungen leitet (vielleicht ergeben sich dabei Synergien mit und aus dem Zukunftsteam zur Nachhaltigen Mierendorff-INSEL 2030, Wettbewerb Zukunftsstadt)
Um den verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Quartiers bürgerschaftliche Beteiligung zu ermöglichen, ist es von besonderer Wichtigkeit die Beteiligung für alle Milieus erfahrbar aus-zurichten.
Vorschlag: Aktivierung und Ausbildung von Moderator_innen aus verschiedenen Milieus (Menschen mit fehlender Teilhabe, mit Migrationshintergrund, Senior_innen, Jugendliche und Erwachsene aus verschiedenen Bildungsschichten)

2. Das Handlungsfeld Jugendhilfe / Schule

Vorschlag: Jugendhilfe und Schule führen jährlich Zukunfts- und Ideenwerkstatt gemeinsam durch. Die drei höchstbewerteten Projekte stehen in ihrer Umsetzung für die prozesshafte Beteiligung im folgenden Jahr.

3. Soziales

Vorschlag: 2x jährlich gemeinsame Werkstatt mit allen Akteur_innen, die im Bereich von Senioren- und Pflegearbeit tätig sind.
Vorschlag: Ein Modellprojekt initiieren für „eine Straße der Hochbetagten“.
Vorschlag: Qualifizierung der unterschiedlichen Altersgruppen im Bereich Beteiligung, Bewegungstraining in Kooperation mit Gesundheit Berlin.

4. Ökonomie und Ökologie

Die Nachhaltige Mierendorff-INSEL 2030 Ziel ist die Beteiligung und Vernetzung der Einwohner sowie die Verbesserung der Lebens- und Standortbedingungen der Menschen und Unternehmen im Gebiet. Die Initiative kann auf den seit 2007 etablierten Strukturen der Stadtteilkoordination sowie dem Engagement des örtlichen Unternehmerkreises aufbauen.
Vorschlag: Wettbewerb Zukunftsstadt nutzen, um beteiligungsorientiert in den INSEL-Gesprächen und auf der INSEL-Konferenz Konzepte zu entwickeln, wie mit Nachhaltigkeit ökologisch und sozial verträglich die lokale Wirtschaft (mehr)Geld erwirtschaften kann.