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Workshop – Partizipation im Alter

Das Projekt wurde gemeinsam mit und im Auftrag des Quartiersmanagements im Berliner Quartier Marzahn Nord-West im II. und III. Quartal 2016 durchgeführt. Es gab mehrere Ziele: Die Bedarfe älterer Menschen im Quartier sollten erhoben werden, in Gesprächen mit weiteren Akteuren im Quartier (bspw. Pflegestützpunkt, Mobilitätshilfsdienst, Wohnungsbaugenossenschaften, Bezirksamt u.v.w) sollte deren Sicht auf vorhandene Chancen und Risiken eingeholt werden und vorhandene Netzwerke in diese Arbeit einbezogen werden. Im Rahmen einer Ideenwerkstatt sollten die Ergebnisse den eingeladenen älteren Menschen vorgestellt und ergänzt werden um auch neue Ideen aufzunehmen. Im Idealfall sollte die Ideenwerkstatt auch Potentiale für eine seniorenbezogene Quartiersarbeit aufzeigen, um Anstoß und Ideengeber für weitere Projekte zu sein.

Im II. Quartal 2016 wurden durch Katja Stephan und Mortimer Graf zu Eulenburg zunächst Gespräche mit den vorhandenen Netzwerken, insbesondere der Initiative “Gemeinsam statt einsam” und weiteren professionellen Anbietern geführt. Die Gespräche zeigten erwartungsgemäß das große Interesse der Akteure am Erfahrungsaustausch und einer Intensivierung der Vernetzung. Da in der Gruppe der Senioren die Bedarfe und Problemstellungen häufig sehr komplex sind, haben auch Anbieter mit spezifischen Angeboten stets Bedarf nach ergänzender Beratung bzw. eingespielten Schnittstellen zu weiteren Anbietern. Bei den befragten Senioren ergab sich ein vielfältiges Bild bzw. auch eine sehr verschiedene Sicht auf Problemstellungen. Wird die Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten oder Ärzten, oder auch das nachbarschaftliche Miteinander von einigen als gut – sehr gut eingeschätzt, kann sich dieses schon einen Straßenzug weiter ganz anders darstellen.

PHOTO, Wie sehen Sie in Ihrem Quartier die folgen Aspekte? Machen Sie mal nen Punkt..

Für die Befragung der älteren Menschen wurden mehrere Methoden angewandt, zum einen wurden Menschen im Quartier per Interview befragt, es gab Fragebögen, die jeweils ausgefüllt werden sollten und es wurden auf Veranstaltungen die anwesenden Senioren zu ihrer Einschätzung befragt und die jeweiligen Ergebnisse auch im Einzelgespräch vertieft. Obwohl die Befragung der aktiven Senioren natürlich nur begrenzte Rückschlüsse auf die Personengruppe der nicht aktiven Senioren zulässt, konnte zumindest durch gezielte Rückfrage ein Eindruck gewonnen werden.

PHOTO, Fröhliche Abstimmung der Anwesenden zu einem Thema.

Auf der eigentlichen Ideenwerkstatt am 29. September 2016 wurden vor den etwa 70 anwesenden Senioren und vielen Vertreter*innen der professionellen Einrichtungen und Dienste die Ergebnisse präsentiert und Kommentare wie auch eigene Ideen abgefragt. Die Ergebnisse wurde anschließend dokumentiert und mit der Auftraggeberin nachbesprochen.

Das Projekt war für die DorfwerkStadt und die Auftraggeberin ein voller Erfolg. Die Erwartungen an die Vorgehensweisen und Ergebnisse haben sich erfüllt und zeigen einen hohen Bedarf und vielfältige Erwartungen an eine verbesserte Kooperation untereinander. Zugleich zeigten sich individuelle Problemlagen, die zumindest kurzfristig nicht zu lösen sein werden. Die kontinuierliche spezifische Arbeit daran bedarf längerer Zeitläufe und einer kontinuierlichen Arbeit, die ehrenamtlich nicht oder nur schwer zu leisten sein wird.